Firmengeschichte

Brotformen oder besser Gärschalen gibt es schon seit fast zweihundert Jahren. Zur Zeit der Firmengründung im Jahre 1847 wurden die Formen zunächst noch aus Stroh hergestellt. Später wurde das Stroh durch langlebigeres Peddigrohr ersetzt, welches auch heute noch teilweise verwendet wird. Während Peddigrohr durch Abholzung von Kletterpalmen aus tropischen Regenwäldern, hauptsächlich aus Indonesiens, gewonnen wird, ist der Ursprung des Holzschliff frisches Fichtenholz aus heimischen Wäldern und stellt damit nicht zuletzt aus ökologischen Gesichtspunkten eine weitaus bessere Alternative zum Peddigrohr dar.

Was ist Holzschliff?

Die Firma E. Birnbaum fertigt Formen aus Holzschliff bereits seit 1920. Der von uns verwendete Holzschliff ist ein Naturprodukt aus frischem Fichtenholz, welcher frei von jeglichen chemischen Zusätzen ist und auf rein physikalischem Wege hergestellt wird. Die aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammenden, frischen Baumstämme werden dabei unter Wasserzufuhr an rotierende Steinwalzen gepresst. Die Holzstruktur wird dadurch aufgebrochen und es entsteht ein Fasermaterial aus aneinander gelagerten Molekülen aus Cellulose. Alle anderen Holzbestandteile, wie z.B. das Lignin, welches einen natürlichen Holzklebstoff darstellt, bleiben dabei erhalten. Sie erkennen dies eventuell an leichten gelb-bräunlichen Verfärbungen der Form, da Lignin verantwortlich für das Vergilben durch Wärme während der Trocknung oder auch das Sonnenlicht ist. Diese Gelbfärbung ist somit kein Mangel sondern Beleg für den naturbelassenen Zustand des eingesetzten Holzschliffs.

Wie entstehen aus Holzschliff Brotformen?

Aus dem Holzschliff stellen wir mittels Wasser einen Faserbrei her. Für jede Brotform besitzen wir ein eigenes Presswerkzeug, in welches der Faserbrei gefüllt wird. Unter starkem Druck wird das Wasser aus dem im Presswerkzeug befindlichen Faserbrei gedrückt und es entsteht damit die frische Brotform aus dem verdichteten Fasermaterial. Während der sich anschließenden Trocknung vernetzen und verknoten sich die Cellulosefasern und geben damit der Form ihr mechanische Stabilität. Nach der Trocknung werden die groben Ränder der Formen noch verschliffen und es erfolgt eine Qualitätskontrolle, danach stehen die Formen zum Versand bereit.